Knickschrauber – Stabschrauber

Was ist ein Knickschrauber?

Ein Knickschrauber ist der kleine handliche Bruder des gemeinen Akkuschraubers. Aber ihr solltet euch von der fehlenden Größe nicht täuschen lassen, denn je nach Akku-Leistung können Sie auch ein ordentliches Drehmoment entwickeln und so manchen normalen Akkuschrauber alt aussehen lassen. Haupteinsatzort des Knickschraubers sind dabei schwer zugängliche Stellen, bei denen ein normaler Akkuschrauber schlichtweg zu sperrig ist. Durch das flexible Gelenk lässt er sich zudem auch in verschiedensten Formen verwenden wie zum Beispiel als Stabschrauber.

 

Wie funktionieren Knickschrauber?

Fast alle Knickschrauber sind heutzutage Akkubetrieben. Die Tage des Memory Effektes gehören spätestens seit der Einführung von Litium-Ionen Akkus der Vergangenheit an. Somit kann das Gerät jederzeit aufgeladen werden, egal welchen Ladezustand der Akku zu diesem Zeitpunkt hatte. Die generelle Funktionsweise entspricht der eines Akkuschraubers. Der Akku treibt einen Elektromotor an, welcher ein Drehmoment erzeugt. Die Stärke des Akkus bzw. die Stärke des Elektromotors variieren natürlich von Modell zu Modell. Manche Geräte erlauben es, dass man das Drehmoment in verschiedenen Stufen regeln kann, um die ideale Kraft auf die Schraube zu geben und diese nicht zu überdrehen. Selbstverständlich verfügt jeder Knickschrauber auch über einen Linkslauf und einen Rechtslauf um die Schrauben hinein- und herausdrehen zu können. An der Spitze befindet sich wie gewohnt das Bohrfutter, welches verschiedenste Arten von Bits aufnehmen kann. Alles in Allem also ein hochflexibles Werkzeug.

 

Welche Arten von Knickschraubern gibt es und welchen benötige ich?

In der Regel unterscheidet man zwischen den beiden Typen Gelenkschrauber und Stabschrauber. Der größte Unterschied ist hierbei, dass ein Stabschrauber sich immer auch in eine gerade Linie knicken lässt um somit z.B. schwer erreichbare Stellen in Löchern zu erreichen und ein Gelenkschrauber sich meist in mehrere Richtungen knicken lässt. Für den Gebrauch zu Hause stellt dies allerdings kein entscheidendes Argument für eine Kaufentscheidung dar, da beide Arten im Hausgebrauch alle Anforderungen abdecken können.

 

Wieviel darf ein guter Knickschrauber kosten?

Gerade bei Elektrogeräten ist die Frage nach dem idealen Preisbereich immer recht schwer zu beantworten. Günstiges Werkzeug lockt natürlich mit dem niedrigen Anschaffungspreis. Allerdings sollte man sich hierbei auch immer die potentiellen Nachteile vor Augen halten:

  • schnellerer Verschleiß und dadurch früherer Neukauf nötig
  • mehr verbrauchtes Material durch nicht optimiertes Werkzeug
  • höherer Zeitaufwand

Natürlich kann man Glück haben und man erwischt das Exemplar aus der Serie, welches die geringste Fehlerquote hat. Aber verlassen kann man sich darauf nicht.

Ein vernünftiger Akku-Knickschrauber für den Hausgebrauch sollte zwischen 30 und 50 € kosten. Wenn man ein Leistungsstarkes Modell haben möchte, welches verlässlich ist und einen wahrscheinlich über Jahre begleiten wird kann es auch mal das doppelte davon kosten.

 

Welche Kriterien spielen beim Kauf eines Knickschraubers sonst noch eine Rolle?

Das richtige Werkzeug aus dem breiten Angebot zu finden ist nicht immer einfach. Die oben bereits genannte Preisfrage muss natürlich auch immer mit Fakten belegbar sein. Welche Funktionen hat der Knickschrauber? Welches Zubehör wird mitgeliefert? Welche Eigenschaften hat das Gerät? All diese Fragen sind entscheidend. Daher solltet ihr euch vor dem Kauf die folgenden Punkte genau anschauen:

Drehmoment

Nicht jeder Knickschrauber erreicht ein hohes Drehmoment von bis zu 6Nm. Die Höhe des Drehmoments fällt gerade im Bereich der Obergrenze meist sehr unterschiedlich aus. Je nach Anwendungsfall könnte das Drehmoment also zu niedrig für euren Einsatzzweck sein.

Regulierbarkeit der Drehzahl

Gerade bei Knickschraubern mit hoher Drehzahl ist die Regulierbarkeit der Drehzahl entscheidend. Ihr werdet fast jede Schraube überdrehen, wenn ihr immer mit voller Leistung schrauben würdet. Daher sollte diese Funktion ganz oben auf eurer Liste stehen.

Akku oder Batterie

Manche Geräte werden nicht mit einem Akku, sondern mit Batterien betrieben. Beides hat Vorteile und Nachteile. Batteriebetrieben seid ihr nicht auf Ladezeiten angewiesen, sondern könnt die Batterien einfach austauschen. Der Akkubetrieb befreit euch dafür davon, jedes Mal Batterien austauschen zu müssen und macht euch damit unabhängiger.

Zubehör

Natürlich habt ihr für jeden Knickschrauber immer die Möglichkeit entsprechendes Zubehör nachzukaufen. Das beim Kauf mitgelieferte Zubehör variiert hingegen stark. Gerade für den Start und für kleinere Projekte bietet es sich daher an, dass ihr ein Modell wählt, welches schon mit Transportkoffer und einer Auswahl an Bits geliefert wird.

 

Fazit

Ein Akku-Knickschrauber ist ein unheimlich flexibler Helfer bei kleinen und mittleren Projekte in und um den Haushalt. Ob es um Möbelaufbau geht oder kleine Handwerksprojekte, so könnt ihr mit solch einem Werkzeug nichts falsch machen. Handwerker nutzen ihn schon seit Jahren und er ist aus den Werkzeugkoffern nicht mehr wegzudenken.

Beliebte Geräte:
 
Makita Akku-Knickschlagschrauber TD021DSE
 
Makita DF010DSE Akku-Knickschrauber
 
DeWalt Akku-Schrauber DCF680G2-QW
 
Hitachi DB 3DL2 Akku-Knickschrauber
 
Einhell Akku-Knickschrauber TC-SD

Veröffentlicht in: Tipps